Fallstudien
Zusammenarbeit von Quickparts und Gogo Business Aviation: Rapid Prototyping für Wi-Fi-Komponenten im Flugzeug
prototype airplane wifi devices
Client
Gogo Business Aviation
Location
Broomfield, CO
Industry
PROJECT TIMELINE
Eine Woche
«Dieser Prototyp sieht exakt aus wie das Original».

Dave Mellin, Direktor PR & Kommunikation, Gogo Business Aviation.

Gogo Aviaton ist der weltweit größte Anbieter von Breitband-Konnektivitätsdiensten für Business-Jets. Das Unternehmen bietet ein vielseitiges Programm an intelligenten Kabinensystemen für die hochintegrierte Konnektivität einschließlich Kabinen-Entertainment und Sprachübertragung. Produkte und Dienstleistungen von Gogo finden sich in Tausenden von Businessflugzeugen aller Größen – von kompakten Turboprops bis hin zu den größten Jets der Welt.

Die Herausforderung

Gogo plante die Erstpräsentation eines wichtigen Produktes auf einer Luftfahrtmesse – mit einem VIP-Event auf dem Messestand. Alles war vorbereitet für die rund 75 geladenen Gäste, darunter Repräsentanten der neun Hersteller von Geschäftsflugzeugen sowie mehrere dutzend anderer Kunden. Das einzige, was fehlte: der Prototyp der Antenne, die vorgestellt werden sollte.

Gogo hatte in der Vergangenheit bereits 3D-gedruckte Prototypen verwendet. Zufrieden waren die Verantwortlichen damit nicht, weil man den Bauteilen ihre Herkunft aus dem 3D-drucker deutlich ansah und anfühlte. Einige Exemplare hatten eine matte Oberfläche, bei anderen waren die Druckschichten deutlich sichtbar. Keines sah so aus wie ein hochwertiges Serienbauteil.

Die neue Antenne hat ein niedrigeres Profil als alle anderen auf dem Markt befindlichen Antennen. Sie ist auch kleiner und leichter als konventionelle Satellitenantennen, die für die Wi-Fi-Konnektivität während des Fluges benötigt werden. Damit ist sie bestens geeignet für Business-Class-Flugzeuge, die während des Flugs Konnektivität benötigen. Besonders attraktiv ist die Antenne für Maschinen mit kleinem Rumpf (an dem die Antenne befestigt wird) und geringerer Kabinenkapazität. Und: Nicht nur die Antenne selbst ist neu, sondern auch das «Innenleben» des Wi-Fi-Systems, d.h. die Komponenten, die letztlich die Konnektivität und den Anschluss an das Netzwerk ermöglichen.

Trotz der noch überschaubaren Größe und der eher unkomplizierten Form des Bauteils hatte Gogo Schwierigkeiten, einen 3D-Druck-Dienstleister zu finden, der das Projekt übernimmt und fest zusagt, den engen Zeitplan von einer Woche einzuhalten. Brandon Fichera, Senior Mechanical Engineer bei Gogo Business Aviation: «Mehrere Dienstleister sagten mir, das Bauteil sei zu groß und müsse in mehreren Teilen gedruckt werden. Andere meinten, die Oberfläche wäre nicht glatt genug für eine Nutzung als Messemodell, und wieder andere konnten den von uns gewünschten Liefertermin nicht zusagen.»

Die Lösung

Nach dieser Vorauswahl sandte Gogo die CAD-Datei der Antenne an fünf Dienstleister für den 3D-Druck. Nur einer sah sich in der Lage, das Bauteil komplett in einem Prozess zu drucken und im benötigten Zeitrahmen zu lackieren: Quickparts.

Angesichts des Zeitplans empfahl Quickparts den Einsatz der Stereolithografie (SLA), um die Produktion zu beschleunigen. Mit SLA können vorzeigbare Teile hergestellt werden, die genauso aussehen wie das endgültige Produktionsteil. Die Abmessungen des Prototyps sind 60 × 24,5 × 6 cm, und er wurde aus dem Material Accura 25 gefertigt. Gogo Business Aviation wünschte außerdem eine Lackierung im flugzeug-üblichen glänzenden Weiß ohne Textur.

Für Kunden, die es sich leisten können, einen 30-Millionen-Dollar-Jet zu kaufen, ist auch das Aussehen von sichtbaren Teilen wichtig. Derek Bernard, Manager, Event Marketing bei Gogo Business Aviation: «Auch ein Prototyp muss dem echten Flugzeug bzw. dem späteren Serienbauteil so so nahe wie möglich kommen. Das trifft auf die von Quickparts im 3D-Druck gefertigte Antenne in vollem Umfang zu.»

Dave Mellin, Direktor PR & Kommunikation von Gogo Business Aviation, stimmt der Einschätzung von Brandon Fichera zu: «Dieses 3-D-gedruckte Bauteil war entscheidend für unseren Messeauftritt. Es war buchstäblich das Herzstück des Messestandes – und es sah aus wie eine Serienantenne, nicht wie ein Protoyp aus dem 3D-Drucker.»

Brandon Fichera fasst zusammen: «Quickparts war in der Lage, ein nicht ganz kleines 3D-Druck-Bauteil mit perfekter Hochglanzlackierung in einem sehr engen Zeitrahmen zu liefern. Diese Leistung in dieser Qualität und so kurzer Zeit schätzen wir sehr.»